28.10.1576
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Daniel Papke wird
der erste Pfarrer von Groß Schwirsen. Pfarrhaus, Pfarrgehöft und Pfarracker fehlten noch, der Pfarrer mußte anfangs in das Backhaus
des Herrn Ballentin von Massow einziehen.
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1598
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Eine neue Kanzel und
ein neuer Altar für 25 Gulden werden angefertigt.
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1606
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Pfarrer Papke zieht
"wegen dringender Not und Armut" nach Schlawe und wirkt dort fortan
als Lehrer. Die Kirche war in einem schlechten Zustand. Es fehlten
die Kanzel, die Bänke, gering und schlecht war der Altar, die
Glocke zerbrochen, die Kirche ein verfallenes Lehmfachwerkgebäude
mit Stroh gedeckt. Ein Dachreiter, in dem die Glocke hing, ersetzte
den Turm.
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1618-1648
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Während des 30-jährigen
Krieges herrscht Armut und Not, an Kirchenbauten konnte man nicht
denken.
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1668
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An Kirchengerät sind
vorhanden: Ein Meßgewand, ein Hemd, zwei Altarlaken, eine rote
Altardecke, zwei Sprett Tücher mit goldenen Spitzen, Zwei mit
Gold, Silber und Seide genähte Tücher, eine Weinflasche aus Zinn,
zwei eiserne Leuchter. Aus dieser Zeit stammt auch der vergoldete
Abendmalskelch, der bis Anfang des 20. Jh. im Gebrauch war. Die
Widmung auf der dazu gehörenden Patene lautet: "A. M. Hans Lettowen
Naghelatene Wedewe Heft Dith Ghegeven"
David Lettow erhält
von den übrigen Patronen die Erlaubnis, sich außer einem Gestühl
auch ein Begräbnis in der Kirche zu bauen. Die Lettows hatten
ein Gewölbe auf der Nordseite unter dem Klein Schirsener Patronatsgestühl,
ein Lettow ist auch auf der anderen Seite beerdigt worden. Die
letzte Beisetzung hat 1782 stattgefunden. Vor und hinter dem Altar
wurden die von Massows beigesetzt.
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1670
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Beginn des Totenregisters
der Kirchenbuchaufzeichnungen.
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23.5.1681
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Zum erstenmal wird
aus der messingnen Taufschüssel, auf deren Boden sich ein Bild
des Sündenfalls befindet, getauft, und zwar "des Caffschen Schäfers
Patrotzen Töchterlein Maria".
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1705
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An der Kirche wird
ein neuer, der jetzige Turm, mit "eichenem Spohn" gedeckt, angebaut.
2 Glocken waren in demselben. Die Inschrift auf einer zinnenen
Tafel, eingelegt in den an der Turmspitze befindlichen Knopf,
ist uns bekannt, sie lautet, aus dem lateinischen übersetzt: "Im
Jahre Christi des Heilandes 1705 ist der Turm der Kirche zu Gross-Schwirsen
erbauet worden. Zwei neue Glocken werden beschafft.
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1710
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Die Kirche wird erbaut,
Eichenholz in Fachwerk gemauert mit Ziegeldach. Auch das Innere
wird neu hergestellt, neue Stühle, neue Chöre, eine neue Kanzel
angefertigt. Der Altar wird in die neue Kirche übernommen.
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1723
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Verabredung über die
Verteilung der Sitzplätze in der Kirche wird getroffen: Der Kirchenvorsteher
behält seine Bank, den Herren von Massow zu Groß Schwirsen auf
dem großen und dem kleinen Hof werden die erste Bank auf beiden
Seiten eingeräumt, während in den anderen Bänken "beide hohen
adeligen Geschlechter", die von Massows und die von Lettows der
Reihe nach folgen sollen.
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1730
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Die beiden zinnenen
Leuchter werden erwähnt, die bis Anfang des 20. Jh. auf dem Altar
standen, ein rotes und ein weißes Kelchtuch, zwei rote Tücher,
die bei der Kommunion gebraucht werden und auch das Meßgewand
von 1668 ist damals noch vorhanden.Die Chöre waren wie
folgt verteilt: auf der Südseite die Gestühle der von Massows,
auf der Nordseite die der von Lettows, links vom Altar die Besitzer
von Groß Schwirsen und Mallenzin, rechts der von Gadgen, rechts
vom Orgelchor die Besitzer von Kaffzig und Papenzin, links die
von Klein Schwirsen und Bial.
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1733
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Im Visitationsprotokoll
findet sich folgende Anordnung: "Wer von den gemeinen Leuten lesen
kann, soll in ihren Bänken voranstehen" und diese: "In die dritte
Frauenbank gehören die Kirchenvorsteher-Weiber und die Priestermägde
und sonst niemand".
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1754/1755
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Das Innere der Kirche
erhält weiteren Schmuck. Dorothea Elisabeth von Massow, geb. von
Natzmer schenkte den Kronleuchter vor dem Altar, ließ den neuen
Altar aufrichten, Gestühl, Kanzel, Beichtstuhl und Bänke anmalen.
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1755
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Auf der Kirche wird
eine neue Turmspitze angebracht.
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1771
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Es erfolgt im Visitationsprotokoll
die Anordnung, daß die Kirchenvorsteher auf die Bank der herrschaftlichen
Bediensteten und auf die Predigerbank Acht geben müssen, damit
niemans anders dort Platz nimmt und die, die hineingehören, nicht
verdrängt werden. In der Predigerbank haben die Frau und Tochter
des Küsters nebst des Pastors Dienstmädchen und Frau eine Freiheit,
zu sitzen.
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29.11.1777
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Die größere der beiden
Glocken wird wegen eines Sprunges umgegossen und wieder aufgehängt.
Die Inschrift um den Kranz lautet: "Goss mich J. M. Meyer von
Neuen Stettin in Schlawe, Anno 1777. Die Herren Patronen G. C.
v. Massow, G. C. v. Lettow, W. G. v. Lettow, P. F. v. Massow,
G. v. Lettow, P. G. v. Froreich, A. Fiddechow, Pastor"
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1867
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Der Kirche wird der
Tauftisch mit schwarztuchener Decke und zwei gußeiserne Altarleuchter
geschenkt.
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1884
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Der Turm wird massiv
untermauert.
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1890
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Die kleine Glocke
fällt herunter und wird in Danzig umgegossen, eine Inschrift fehlt.
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1892
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Die jetzige Orgel
wird von dem Orgelbaumeister Völkner in Dünnow neu gebaut und
kostet 1800 Mark.
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1897
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Der Kirche werden
vom Vater des Pastors Schwantes die silberplattierte Taufkanne,
Weinkanne und Ciborium geschenkt, im selben Jahr erhält die Kirche
eine schwarzsamtene Altar-, Kanzelpultdecke.
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1901
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Baron von Massow aus
Mallenzin stiftet das Altarbild, ein Stich Leonardo da Vincis
Abendmahl.
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1902
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Frau von Massow, Groß
Schwirsen, stiftet das Kreuz am Altarblatt
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1902/1903
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Ausbesserung des Dachstuhles,
Umdeckung des Kirchdaches, Ausbesserung des Feldsteinpflasters
durch Dielen. Emporen, Altar und Kanzel werden weiß gestrichen,
die Treppen an den Ausgängen erneuert. Das Schindeldach wird nach
200 Jahren neu gedeckt.
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1903
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Patron von Massow
aus Groß Schwirsen stiftet eine Altar-, Kanzelpult- und Tauftischdecke.
Aus freiwilligen Beiträgen wird außerdem ein zweiter Kronleuchter
angeschafft.
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1904
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Durch Patron von Massow
werden die 4 Liedertafeln gestiftet.
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bearbeitet von : dr. Jürgen Lux
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