GROß  SCHWIRSEN

Groß Schwirsen in alten Urkunden Zwirsen genannt, ein adelicher Wohnsitz, 1 Meile von Rummelsburg nordwestwärts und eben so weit von Pollnow südostwärts, in einen Thale und an einem Bache, der aus dem kleinen See, der Schibbe genannt, entspringt, durch das Dorf fließet und bey Kafzig in die Stiednitz fällt, auf der Straße von der Westpreußischen Stadt Conitz nach Rügenwalde, Pollnow und Schlawe, hat 2 herrschaftliche Höfe oder Voewerke, 1 Wassermühle, 1 Prediger, 1 Küster, 9 Bauern, 7 Cossäthen, 1 Schmiede, auf der Feldmark des Dorf das Vorwerk Mallenzin, welches aus 2 Verwalterhöfen bestehet, 29 Feuerstallen, eine unter dem Patronate des Besitzers des Guts Groß Schwirsen und der Besitzer der dazu eingepfarrten Oerter stehende und zu der Schlaweschen Synode gehörige Mutterkirche, zu welcher die Dörfer Klein Schwirsen, Bial, Kafzig, Gadjen, und Papenzin eingepfarret sind und nothdürftige Holzung. In Groß Schwirsen, welches ehemals ein Filial von Pritzig war, am 28. Oktober 1576 aber davon getrennet wurde, ist 1705 ein neuer Thurm und 1712 eine neue Kirche erbauet worden. Dieses Gut ist ein altes Massowsches Lehn. Ein Teil deßselben, oder der sogen annte große Hof, kam nach dem

 

Tode des Landraths Georg Christian von Massow, an seinen ältesten Sohn, den Oberstlieutenant Rüdiger, hierauf an deßen Bruder, den Major Claus George und nachher an deßen Bruder, den Hauptmann Ernst Bogislav von Massow, nach deßen Tode nicht nur dieser Theil seinen nächsten Lehnsfolgern, den Gebrüdern, dem Oberst-lieutenant Nicolaus George und sein Bruder Jacob Nathangel von Massow gestorben waren, und der erste weder eine Wittwe noch Kinder, der letzte aber einen Sohn, George Conrad von Massow und eine Tochter hinterlaßen hatten und der Oberst-lieutenant von Massow in seinem Testa-mente vom 24. December 1773 seinen Brudersohn, George Conrad von Massow, zum Universalerben seines sämtlichen Vermögens eingesetzt hatte : so bekam derselbe, nachdem er sich am 1. März 1774 mit seiner einzigen Schwester, Henriette Ludovica gebohrnen und vermählten von Massow auseinander gesetzet hatte, das Gut Groß Schwirsen mit dem dazu gehörigen Vorwerke Mallenzin.

Ludewig Wilhelm Brüggemann, Königl. Preuß. Consistorialrath und Hofprediger bey der Schloßkirche in Stettin, 1784.
Ein Zweifamilienhaus 1782.
Schloß  1935
Pfarrhaus  1921
Schule  1921
Schule 1930
Feurwehr  1934
Bierstube  1935
Sall  1935
1947
Gasthof  1935
Dorfstraße 1921

¦wierzno /Groß Schwirsen/ liegt in der Gemeinde Miastko /Rummelsburg/, pommerische Woiwodschaft. Das Entstehen der Gemeinde betrifft das Jahr 1493, als auf dem Gebiet WestPommern Boguslaw X herrschte. Das waren Gebiete, über die sich zwei Stämme stritten : von Massow und von Lettow. Im Jahre 1519 gehörte der größere Teil von ¦wierzno /Groß Schwirsen/ den von Massow, die dort eine Pferdezucht gegründet haben. Während des 30-jährigen Krieges wurde das Dorf stark zerstört und hat sich fast entvölkert. Späterer Wiederaufbau konzentrierte sich auf der Hauptstraße des Dorfes. Der Stamm von Massow war Besitzer ¦wierzno /Groß Schwirsens/ bis zum Jahr 1930, danach kaufte alle Böden Parzellierungs-Kommission und verteilte zwischen 17 neue Wirte. Zu dieser Zeit zählte die Bevölkerung ¦wierzno /Groß Schwirsens/ zirka 600 Menschen.

Heute wirtschaften hier 4 Landwirte. Der Rest sind : die Mietarbeiter, Arbeitslose, Pensionäre und Rentner. Die jungen Leute kommen mach der Beendigung der Schule hier nicht zurück. Nach dem Krieg wurden aufgebaut : die Grundschule, 3 Einfamilienhäuser, Bushaltestelle und Betrieb für Holzverarbeitung. Es wohnen hier 226 Menschen.

Lehrerhaus,
äffentliche Bibliothek
Schule 2001
Privathaus 2001
Pharrhaus 2001
Cafe,
Privathaus