Friedehof
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Gegenwärtiges Aussehen des Friedhofs


Als die Pfarre in ¦wierzno /Groß Schwirsen/ entstand, nutzte man den Friedhof in Miastko /Rummelsburg/. Der Friedhof in ¦wierzno wurde nach dem Krieg verwüstet, zerstört. Erst in der 90-er Jahren konnte man Ordnungsarbeiten auf dem Friedhof durchführen. Das war eine Initiative der Verbandes deutsch-polnischen Gesellschaft des Kreises Grafschaf Bentheim und des Verbandes der ehemaligen
Bewohnern Rummelsburgs (Heimatkreis Rummelsburg - Deutschland). Der Fonds kam aus dem Bundestag in Rahmen der Hilfe für die Länder in Osteuropa. Unter drei gewählten Dörfer befand sich auch ¦wierzno. Dank der Finanzierungshilfe (100 tausend Mark) wurden in ¦wierzno: die Bushaltestelle, Gehwege, einige Gebäude, der Staumauer am Teich und der Friedhof erneuert.
 

Am August 1995 fand die Weihe des Gedenksteines auf dem Friedhof statt. Die Feier fing in der Pfarrkirche mit einem ökumenischen Gottesdienst für die Verstorbenen aus ¦wierzno an. Die gemeinsamen Gebete führten: Superintendent Friedrich Hoyer und Pfarrer W³odzimierz Bartkowiak. Das war ein gemeinsames Gebet der zwei Gemeinschaften: der ehemaligen, deutschen und gegenwärtigen, polnischen Bewohner. Der Gottesdienst bewies, daß nach vielen Jahren des Mißtrauens und gemeinsamer Anschuldigungen das gemeinsame Gebet, gemeinsame Verzeihung für das Unrecht und Bau des Vertrauens und beiderseitiges Verständnis noch möglich ist. Das beweisen auch zahlreiche Besuche der deutschen Touristen.
 (auf dem Foto: Dolmetscher , Superintendent Hoyer, Pfarrer Bartkowiak)

Nach der Messe in der Kirche begaben sich die Gäste aus Deutschland zum Friedhof. Dort wurde der Gedenkstein, den Jan Konarski aus S³upsk /Stolp/ herstellte, enthüllt und geweiht. Aufs Denkmal wurde die zweisprachige Aufschrift gesetzt "Der Toten des Kirchspiels Groß Schwirsen 1995 - Zmar³ym parafianom ¦wierzna 1995". Dabei waren: Jan Ostergetelo - Bundestags- abgeordneter, Hans-Ulrich Kuchenbäcker - Verband der ehemaligen Bewohner Rummelsburgs (Heimatkreis Rummelsburg), der Verband der deutschen Minderheit aus Miastko /Rummelsburg/ , Gäste aus Deutschland. Auf der polnischen Seite: der Bürgermeister der Stadt und Gemeinde Miastko - Miros³aw Hapka, Gemeindevorsteher aus ¦wierzno - Halina Krzemiñska, und Bewohner des Ortes.

 

(auf dem Foto: Die Blumen legt Dr. Dieter von Puttkamer, Ehren-Präsident des Heimatkreistages
Rummelsburg, nieder)" G³os Pomorza" - fot.Jan Maziejuk

28 April 2000
Der Nachmittag war bestimmt durch einen ökumenischen Gottesdienst in Groß Schwirsen, zu dem der Heimatkreis Rummelsburg und die heutige katholische Kirchengemeinde Groß Schwirsen gemeinsam geladen hatten. In seinem Grußwort betonte der Vorsitzende des Heimatkreisausschusses Rummelsburg, Hans-Ulrich Kuchenbäcker, daß auch er Wurzeln in Groß Schwirsen habe und gab seiner Freude Ausdruck, daß die mit Unterstützung des Heimatkreises Rummelsburg und weiterer Förderung aus Deutschland restaurierte Orgel der Kirche eingeweiht werden konnte. Er danke allen Spendern. Oberkirchenrat em. Klaus Meyer aus Dessau, der nun 84jährige Sohn des letzten deutschen Pastors von Groß Schwirsen, schilderte in seinen Gruß in schlichten, aber eindrucksvollen Worten, wie sein Vater Georg Meyer 34 Jahre lang den Gottesdienst gehalten, seine Mutter die Orgel gespielt, und er mit seinen Geschwistern den Blasebald der Orgel getreten hatte. Der Groß Schwirsener katholische Pfarrer W³odzimierz Bartkowiak und der evangelische Pastor Miros³aw Sikora aus Stolp wechselten sich mit Liturgie und Gebet ab. Die Gemeinde sang polnische und  deutsche Choräle. Pastor Sikora predigte auf deutsch über das Paul-Gerhardt-Lied "Geh' aus mein Herz und suche Freud in dieser schönen Sommerzeit" und faßte anschließend polnisch zusammen.
Mit dem polnisch und deutsch gesprochenen Segen der beiden Pastoren und dem gemeinsam in beiden Sprachen gebeteten Vaterunser endete dieser Gottesdienst. Auf dem früheren deutschen Friedhof folgte eine Kranzniederlegung an dem vor fünf Jahren errichteten Gedenkstein, danach die Besichtigung des mit Hilfe der deutschen Bundesregierung sanierten Dorfes. Anschließend war Gelegenheit, in der stets gern aufgesuchten Bernsteinschleiferei Schmuck zu kaufen.

/Mitteilungen des Heimatkreises Rummelsburg in Pommern, 3. Vierteljahr 2000/

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Nach dem Gottesdienst verabschieden Pastor Sikora und Pfarrer Bartkowiak die Gäste

Gespräch vor der Kirche

Herr und Frau Meyer

Gäste auf dem Friedhof

Pastor Sikora und Herr Kuchenbäcker